Google Pixel 2 (XL) – Zweiter Eindruck und Unboxing

Endlich ist es so weit. Ich darf ungehemmt und komplett ohne NDA über das Google Pixel 2 und das Pixel 2 XL reden. Seit einigen Tagen habe ich beide Geräte zuhause und mittlerweile konnte ich mir einen guten Eindruck von den Geräten machen, allerdings gibt es mit den Geräten doch mehr Probleme als gehofft. Mein ausführlicher zweiter Eindruck und das Unboxing Video findet ihr hier im Artikel.

Unboxing aus der Non-Retail Verpackung

(Zum YouTube Video)

Google Pixel 2 Kamera – Hält was sie verspricht

In der Präsentation hat Google viel Zeit auf die Präsentation der beiden Pixel 2 Geräte verwendet. Am stärksten dürfte bei der Präsentation wohl der Teil mit dem DxOMark Score von 94 Punkten für die Pixel 2 Kamera hängen geblieben sein. Um es kurz mal fest zuhalten, die Kameras der beiden Geräte sind identisch, weshalb ich hier auch nur von der „Google Pixel 2 Kamera“ spreche. Mit 98 Punkten im Kamera Benchmark übertrumpft Google aktuell alle anderen Smartphones inklusive iPhone 8 Plus, Galaxy Note 8 und U11. In den ersten kann ich das nun auch nachvollziehen.

Ich habe zwar nicht alle Smartphones als Referenzwert gehabt, allerdings ist die Kamera schon sehr beeindrucken. Vor allem die Lowlight Performance und die Stabilisierung von Videos haben mich wirklich vom Hocker gehauen. Und das sage ich als Langzeit-Nutzer eines Google Pixel (1) XL, welches schon eine sehr gute Kamera hat. Die Kamera bzw. der Sensor sind nicht das Nonplusultra, trotz einer soliden 12,2 Megapixel Auflösung, einer f/1.8 Blende und optischer Bildstabilisierung. Allerdings holt Google hier so viel mehr mit der Software heraus.

Hier mal einige Bilder als Beispiel für die Lowlight-Performance des Google Pixel 2:

Ein gutes Beispiel dafür ist die Portät-Funktion. Die meisten aktuellen Smartphones verwenden hier zwei Linsen um das Gesicht herauszustellen und den Hintergrund mit Bokeh unscharf zu machen. Google löst das sowohl für die Front- als auch die Hauptkamera mit Software. Diese ist so intelligent und erkennt pixelgenau was zum Gesicht (Vordergrund) und was zum Hintergrund gehört. Die Ergebnisse sind beeindruckend. Bei vielen anderen Smartphone Herstellern, die so etwas via Software lösen verschwimmen die Übergänge beziehungsweise diese sind komplett falsch gesetzt. Oft gibt es auch Probleme mit reflektierenden Oberflächen und Brillen. Beim Pixel 2 ist das ziemlich simpel. Kamera App auf, abdrücken und ZACK.

Hier mal ein Beispiel für den Porträt-Modus:

Aber auch mit gutem Licht und kräftigen Farben kommt die Kamera des Pixel 2 klar. Das ist allerdings auch kein allzu großes Meisterwerk und wird mittlerweile von allen Flaggschiff-Smartphones ohne Probleme gemeistert. Nichtsdestotrotz auch hier mal ein paar Bilder zur Veranschaulichung:

Android – So wie es sein sollte

Ich liebe Stock-Android und die neuen Features die sich Google hier immer wieder einfallen lässt. Außerdem läuft Android hier so flüssig und stabil, wie bisher auf keinem anderen Smartphone. Kein Lag, keine Verzögerung, keine Abstürze… It just works.

Gerade zu dem Thema, habe ich mich schon neulich zum Google Pixel XL im Hinblick auf die neuen Geräte ausführlich geäußert:

Neben einem flüssigen Software-Erlebnis gibt es auf dem Pixel alle Android Updates immer zuerst. Google verspricht Updates hier auch für mindestens drei Jahre. Dazu kommen Features wie Offline-Musikerkennung, Google Lens in der Fotos App und eine tiefe Integration des Google Assistant in das System selbst. Diese saubere Umsetzung im Betriebssystem selber und die Optimierung der Software bringt einen weiteren Vorteil. Die Akkulaufzeit.

Akkulaufzeit beim Pixel 2 XL ist beeindruckend

Zum Thema Akkulaufzeit konzentriere ich mich mal vor allem auf das Google Pixel 2 XL, da dieses mit 3.520 mAh einen signifikanten Vorteil zum kleinen Bruder bringt. An einem normalen Arbeitstag bin ich Abends mit einer SOT (Screen On Time) von 2h 47min und noch 52 % Restakku ins Bett gegangen. Nach einem langen Tag in München auf dem Huawei Mate 10 Event landete ich mit 15 % Akku verbleibend bei 4h 38 min SOT. Ich bin mal gespannt wie sich das Ganze dann im ausführlichen Test einpendelt.

Hinzukommt dann auch noch die Unterstützung von Quick Charge, die ich offen Gestanden bisher noch gar nicht einsetzen musste, da ich mit dem Akku immer sehr gut hin kam. Hier kann ich also auch keine Aussage zur Ladegeschwindigkeit treffen.

Pixel 2 – Es läuft leider (noch) nicht alles rund

Allerdings, und das gebe ich als Pixel-Fanboy nur sehr ungerne zu, gibt es beim Pixel 2 und beim Pixel 2 XL auch noch einige Macken. Ob diese auf Soft- oder Hardware beruhen, habe ich momentan noch nicht herausgefunden und von Google selber habe ich auch noch kein Feedback.

Beispielsweise ist das Display des Pixel 2 XL etwas sehr farblos. Man kennt ja die kräftigen Super AMOLED Displays von Samsung und auch das neue AMOLED Display beim Huawei Mate 10 Pro strahlt in knallig bunten Farben. Das vermisse ich beim Pixel 2 XL etwas. Beim kleinen Pixel 2 ist das etwas besser. Beide Geräte verfügen in den Display Optionen über einen „Kräftige Farben“-Modus, der allerdings von Anfang an schon aktiviert ist. Das An- und Ausschalten dieses Modus hat auch keinen merkbaren Einfluss auf das Display.

Zusätzlich sind mir und auch anderen Kollegen mit dem Pixel 2 XL die schlechten Blickwinkel aufgefallen. Ab einem Blickwinkel von 20-30 Grad von der Seite, verfärbt sich das Display deutlich mit einem blauen Farbton.

Und dann sind da noch die Lautsprecher. Hier gehe ich mit sehr starker Wahrscheinlichkeit von einem Software-Bug aus. Die Stereo Lautsprecher klingen gut, sind laut und dazu auch noch an der Front angebracht. Also perfekt für Medien aus YouTube, Netflix & Co. Allerdings sind die Lautsprecher bei höheren Lautstärken nicht sehr zuverlässig, sowohl beim Pixel 2 als auch beim Pixel 2 XL. Ab und zu setzt einer der beiden Lautsprecher für ein paar Sekunden aus und setzt dann wieder ein. Wirklich reproduzieren und erklären konnte ich mir das noch nicht, ich hoffe das ist kein dauerhafter Fehler.

Zwischenfazit zum Google Pixel 2 (XL)

Letztendlich muss man auch sehen, dass das Pixel 2 799 € und das Pixel 2 XL 949 € kosten. Hier sind solche Fehler, wie ich sie oben beschrieben, absolut unangebracht. Ich gehe allerdings davon aus und hoffe, dass Google hier zum eigentlichen Release noch mit einem Day1-Patch aufwartet und damit diese Fehler korrigiert. Denn das Pixel 2 (XL) macht Spaß und ist, die 2-3 Fehler momentan ausgeschlossen, das aktuell beste Android Smartphone.

Auch der zweite Eindruck ist einfach enorm positiv. Beide Geräte laufen unglaublich flüssig, haben eine unglaublich starke Kamera, eine jetzt schon ziemlich gute Akkulaufzeit und über die direkte Integration in das Google-Ökosystem die Chance täglich noch besser zu werden.

Soweit mein aktueller Stand und das was mich nach 5 Tagen mit dem Google Pixel 2 und dem Google Pixel 2 XL bewegt. Mein finales Fazit gibt es dann in einigen Tagen im finalen Testbericht, also stay tuned.

Sebastian

Sebastian

Autor und Gründer bei thedroidgeeks.de
Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Außerdem studiere ich zur Zeit Wirtschaftsinformatik.
Sebastian

Das könnte Dich auch interessieren...