HTC Desire 12 und Desire 12+ vorgestellt und ausprobiert

Auf dem MWC 2018 blieb es rund um HTC ja komplett ruhig. Keine Ankündigungen und keine neuen Geräte. Trotzdem war HTC auf dem MWC vertreten und unter ‘NDA’ durften schon einige neue Geräte angeschaut und ausprobiert werden. Unter anderem auch das HTC Desire 12 und 12+, welche so eben auch offiziell vorgestellt wurden.

HTC Desire 12+ (links) und HTC Desire 12 (rechts).

HTC strebt schon seit längerem eine einheitliche Namensgebung und auch ein einheitliches Äußeres an. Mit den beiden neuen Desire-Geräten ist HTC auf einem guten Weg dorthin. Sie sind die neusten und auch ersten Geräte der 12er Reihe, die dieses Jahr auf den Markt kommt. Zu einem späteren Zeitpunkt wird auch noch das HTC U12 erwartet. Preislich sind die beiden neuen Smartphones in der unteren Mittelklasse angesiedelt, optisch aber kaum von einem Flaggschiff zu unterscheiden.

Das HTC Desire 12 im Detail

Das Desire 12 kommt mit einem 5,5 Zoll großem HD+ Display mit 1.440 x 720 Pixeln. Somit setzt auch HTC auf das beliebte 18:9 Format. Hardwareseitig setzt HTC auf einen MediaTek MT 6739 Quad Core mit 1,3 GHz, 32 GB internen Speicher, 3 GB Arbeitsspeicher und natürlich eine Erweiterbarkeit via microSD Karte. Die MediaTek CPU ist übrigens auch der Grund, warum auf dem Desire 12 noch Android 7 läuft. Laut HTC hat dies wohl etwas mit den Treibern bei MediaTek zutun.

Der Akku des Desire 12 ist mit 2.730 mAh ausgestattet und verfügt über eine Schnelladefunktion. Aufgeladen wird das Gerät über einen microUSB Anschluss auf der Unterseite des Gerätes. Als kleine Besonderheit gibt es beim HTC Desire 12 Dual SIM unabhängig von der SD Karte. Bedeutet man kann 2 SIM Karten und noch eine SD Karte nutzen und muss sich nicht entscheiden.

Von den Spezifikationen her klingen auch die Kameras sehr solide. So gibt es eine 13.1 Megapixel auf der Rückseite mit einer f/2.2 Blende und Autofokus. Die Selficam löst mit 5 Megapixeln und einer f/2.4 Blende. Bei guten Lichtverhältnissen sollten die Kameras auch anständige Bilder knipsen können, wie es im Lowlight Bereich aussieht muss man wohl noch abwarten. Für eine UVP von gerade einmal 199 € klingt das Desire 12 nach einem günstigen Gesamtpaket mit einem sehr ansprechenden Äußeren.

Das HTC Desire 12+ im Detail

Trotz des geringen Aufpreises ist für mich das deutlich spannendere Gerät der große Bruder des Desire 12, das Desire 12+. Mit einer UVP von 249 € ist das Gerät zwar etwas teurer, bietet aber auch einiges mehr, wenn man genauer hinschaut. Unter anderem gibt es für den Aufpreis eine Dual Kamera auf der Rückseite, einen Fingerabdrucksensor und auch schon Android 8 Oreo.

Der Formfaktor des Desire 12+ ist aufgrund des 6 Zoll Displays ein wenig größer als der des Desire 12. Trotzdem liegt das Gerät dank der abgerundeten Kanten extrem gut in der Hand und fühlt sich irgenwie sehr weich an. Auch das Display des Desire 12+ löst mit HD+, also 1.440 x 720 Pixeln, auf und ist im 18:9 Format gehalten.

Auch am Prozessor erkennt man, dass das Gerät ein wenig teurer ist. Zum Einsatz kommt Snapdragon 450 aus dem Hause Qualcomm. Ein Octa-Core mit Prozessor mit einer maximalen Taktrate von 1,8 GHz. Der interne Speicher beträgt auch hier 32 GB und lässt sich mit einer microSD Karte erweitern. Als Arbeitsspeicher gibt es 3 GB RAM.

Somit ist hier bereits eine Auslieferung mit Android 8 oreo und der hauseigenen HTC Sense Oberfläche möglich. Diese gefällt mir mittlerweile wirklich gut, da man sich bei HTC sehr nah an Stock Android orientiert. Natürlich weiterhin mit an Bord der Sense Companion und der BlinkFeed Homescreen.

Die Besonderheit des Desire 12+ ist die Dual Kamera auch der Rückseite mit einem 13,1 MP Hauptsensor mit f/2.2 Blende und einem 2 MP Sensor für den Bokeh-Modus. Außerdem gibt es eine 8 MP Frontkamera. Zusätzlich verfügt das HTC Desire 12+ über einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite, einen 3,5 mm Klinke Anschluss und einen 2.965 mAh Akku.

Insgesamt scheint das Paket für beide Gerät ziemlich gut zu sein und einer Preisklasse mit den Geräten von Gigaset, Huawei, Motorola und Co. zu liegen. Wie sich die Geräte schlagen und verkaufen müssen wir abwarten. Ich finde es Klasse, dass HTC versucht sein Portfolio wieder zu vereinheitlichen, mit komplizierten Namensgebungen aufräumt und versucht einen einheitlichen Look mit Wiedererkennungswert zu erschaffen.

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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