Whitestone DomeGlass für das Galaxy S9

Der Schutz des Smartphones ist auch in einer Zeit, wo man sein Lieblingsgerät alle Monate mal austauscht, ein Thema welches in den letzten Jahren viel umfangreicher und interessanter wurde. Für mich persönlich war der Schutz meiner Geräte schon immer ein großes Thema. Seit dem Ur-Galaxy S von Samsung bin ich nie wieder ohne eine Displayfolie unterwegs gewesen.

Zu dieser Zeit war das Angebot an Schutzartikeln aber noch sehr begrenzt. Eine Folie aus Kunststoff und ein durchsichtiges Case war damals das höchste der Gefühle. Doch wie bereits gesagt hat sich das Angebot in den letzten Jahren, nicht zuletzt wegen der Einheitlichkeit die das iPhone mit sich brachte, um einen nicht definierbaren Faktor vergrößert. Heute kann man sich aussuchen ob man ein Case aus Leder, Webstoff oder Polymaterialien haben möchte. Rot, blau, bunt, mit Motiv, durchsichtig. Alles eine Frage des Geschmacks statt des Angebotes. Denselben Wechsel haben auch Displayfolien mitgemacht.

Zwar gibt es noch immer „nur“ durchsichtige Folien – aber wer will schon eine farbige Folie? Hier geht es eher um die Beschaffenheit. Klar, matt oder mit Blickschutz. Kunststoff, Glas oder „Panzerglas“ heißen hier die erhältlichen Variablen. Aber ein Problem ist nach wie vor geblieben: Wie bekomme ich eine Schutzschicht auf das Smartphone ohne Partikel oder Luft zwischen Display und Schutzeinheit zu haben? Eine Möglichkeit ist ewiges ausprobieren und lernen, eine andere ist das bezahlen einer Person die das für mich erledigt, wiederum eine andere Möglichkeit bietet Whitestone mit dem DomeGlass.

Das DomeGlass selbst ist in erster Linie nicht besonders hilfreich wenn es um das umgehen von Partikeln zwischen Display und Schutzschicht geht, der Lieferumfang dieser zugegeben kostspieligen „Folie“ hingegen erledigt den Rest fast von alleine. Daher gehen wir erst mal auf den Lieferumfang ein:
Für den Preis zwischen 35 Euro und 45 Euro (je nach Gerät) erhaltet ihr ein Set bestehend aus drei Schutzgläsern und einem Applikator. Das Set besteht aus einer für das jeweilige Smartphone angepassten Fassung, drei Behältern mit bei UV Bestrahlung unsichtbar aushärtenden Kleber, einer UV Lampe, Reinigungstüchern mit und ohne Alkohol sowie allerhand Kleinteilen die das Anbringen der Folie problemlos machen. Die Anbringung erfolgt nach einem einfachen Muster.

Schritt 1: Vorreinigung. Eine Folie kann man nur dann sicher anbringen, wenn man sich (mehr als) genug Zeit nimmt, um das Display vorher durch und durch zu reinigen. Dafür benutzt man bei diesem Schritt am besten das mitgelieferte Reinigungstuch und etwas Wasser. Hauchen reicht auch schon (oder auch nicht. Siehe Foto).

Schritt 2: Das Gerät in die Fassung einlegen. Damit das Gerät auch bloß keine Schäden bekommt, gibt es für die Seiten des Smartphones noch Stoffteile die den direkten Kontakt zwischen Rahmen und Kunststoff verhindern. Anschließend das Display mit den mitgelieferten Alkoholtüchern ein letztes mal reinigen und sicher gehen, dass (mal wieder) möglichst alle Partikel vom Display entfernt wurden. Wichtig zu beachten ist, dass die Oberfläche auf der die Fassung liegt eben ist. Es funktioniert zur Not auch auf einer nicht ganz so gerade Ebene, aber das macht den Prozess nicht einfacher. Mein Tipp: Eine Wasserwaage als App!

Schritt 3: Die Fassung weiter vorbereiten. Zuerst wird mit einem mitgelieferten Klebeelement die Hörmuschel versiegelt. Ich habe es noch nie ausprobiert, bin mir aber sicher, dass Kleber an dieser Stelle fiese Probleme mit sich bringt. Daher unbedingt beachten! Ansonsten wird noch die Halterung für den Kleber angebracht und ein weitere Element auf Höhe der Ohrmuschel platziert. Dies hat die Funktion, dass das Displayglas beim folgenden Schritt nicht einfach unkontrolliert auf das Display fällt.

Schritt 4: Kleber und Displayglas anbringen. Die Kartusche mit dem “LOCA” (liquid opitcal clear adhesive, also UV Kleber) Kleber wird auf dem eben montierten Teil angebracht und geöffnet. Der Kleber fließt nun auf das Display. Das ist auch der Grund warum das Smartphone in Waage sein muss: Der Kleber ist sehr flüssig und bewegt sich schon bei der kleinsten Neigung. Nachdem die Kartusche leer ist, entfernt ihr das zusammenhängende Bauteil und entfernt noch schnell die Schutzfolie auf der inneren Seite des Glases. Dieses setzt ihr nun vorsichtig an der unteren Kante des Smartphones an, legt es auf das Element über der Hörmuschel und versucht nun den Kleber vorsichtig (!) in die Mitte des Gerätes zu bewegen.

Schritt 5: Glückwunsch, der schwierige Part ist geschafft. Nun entfernt ihr nur noch das Element an der Hörmuschel und schon erledigt sich der Rest quasi von selbst. Durch das Gewicht des Schutzglases verteilt sich der UV Kleber selbst bis in die hinterste Ecke des Displays. Über Überschuss oder ähnliches müsst ihr euch keine Sorgen machen, dieser lässt sich ohne Probleme wieder entfernen. Wenn das komplette Glas nun mit dem Kleber bedeckt ist, nehmt ihr die mitgelieferte UV Lampe und härtet die obere und untere Hälfte jeweils für 15 Sekunden aus. Dann nehmt ihr das Gerät vorsichtig aus der Fassung, reinigt die stellen an denen ihr den Kleber nicht haben wollt und setzt dann nochmal die Lampe an. Dieses mal 60 Sekunden für die obere Hälfte und 60 Sekunden für die untere Hälfte.

Et voilá, euer Smartphone ist nun geschützt. Whitestone hat mir für diesen Test zwei Sets mit jeweils einer Glaseinheit zugesendet. Tatsächlich hat es aber schon beim ersten mal funktioniert sodass das zweite Set nun auf seinen Einsatz warten darf. Noch ein Tipp von mir: Echtglas-Schutz ist immer signifikant dicker als jede Kunststofffolie. Daher empfehle ich euch auch ein Cover eurer Wahl zu kaufen sodass ihr nicht an der Erhöhung entlang reibt.

Disclaimer: Wir haben kein Geld von Whitestone für diesen Test bekommen. Ich habe das Angebot des oben beschriebenen Pressekits lediglich angenommen da ich mir genau zu diesem Zeitpunkt gerade ein Samsung Galaxy S9 gekauft hatte und sowieso eine Folie brauchte.

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