Fitbit Alta HR im ausführlichen Test

Fitbit Alta HR

Fitbit Alta HR
7.5

Design

7/10

    Qualität

    9/10

      App

      10/10

        Preis

        5/10

          Innovation

          7/10

            Pros

            • Größe und Gewicht
            • Genauigkeit
            • Schlichtes Design
            • Funktionsumfang
            • Akkulaufzeit

            Cons

            • Kein GPS Sensor
            • Lieferumfang
            • Verarbeitung des Displays

            Nachdem wir letztes Jahr das Fitbit Charge 2 getestet haben, bekamen wir vor einigen Wochen das neu vorgestellte Fitbit Alta zum Test. Meine Motivation das Fitbit Alta zu testen bestand hauptsächlich darin meinen Kalorienverbrauch sowie meine tägliche körperliche Aktivität zu überwachen. Dazu habe ich das Fitbit Alta zwei Wochen lang so gut wie durchgängig getragen und kann euch jetzt meine Erfahrungen damit mitteilen.

            Verarbeitung und Design

            Ähnlich wie das Fitbit Charge 2 besteht das Fitbit Alta aus einem “Kern” und einem Armband, welche sich durch einen Klickmechanismus austauschen lassen. Unser Testgerät besaß ein Gummiarmband. Dieses ist sehr angenehm zu tragen, vorallem während dem Sport oder wenn das Fitbit auch Nachts als Schlaftracker verwendet wird.

            Der “Kern” besteht vorderseitig aus einem Display, seitlich aus einer grauen Kante und an der Unterseite welches am Handgelenk getragen wird ist der Pulssensor sowie Kontakte zum Laden des Fitbits verbaut.

            Somit ähnelt das Fitbit Alta vom Aufbau und der Verarbeitung stark dem Fitbit Charge 2, jedoch mit zwei Unterschieden. Der Button wurde weggelassen. Stattdessen lässt sich das Fitbit Alta durch Tippen gegen den Rand des Displays bedienen, was bei uns sehr gut und zuverlässig funktioniert hat. Zweiter Unterschied ist die Größe des Displays, welches beim Fitbit Alta nur noch ca. halb so groß ist wie beim Fitbit Charge 2.
            Positiv aufgefallen sind mit Größe und Gewicht des Fitbit Altas. Mit 31,75g Gewicht fällt es am Handgelenk fast nicht auf. Da man das Armband um all seine Funktionen vollständig zu nutzen Tag und Nacht tragen sollte sind das in meinen Augen zwei sehr wichtige Punkte.

            Negativ aufgefallen ist das Material des Displays. Da das Display wie schon beim Fitbit Charge 2 aus Plastik besteht, findet man hier recht schnell kleine Kratzer.

             

            Bedienung

            Wie schon erwähnt lässt sich das Fitbit Alta durch Tippen am Displayrand bedienen. Dabei werden nacheinander folgende Statistiken angezeigt: Uhrzeit, Herzfrequenz, Kalorien, Schritte, Strecke, Aktive Minuten, Ruhefrequenz, Akku.
            Welche Statistiken angezeigt werden sollen sowie deren Reihenfolge lassen sich über eine App steuern. Mehr zur App später.
            Des Weiteren wird man auf Anrufe, SMS oder Kalendererinnerungen durch eine leichte Virbration aufmerksam gemacht. Durch doppeltes Tippen wird der Anrufer bzw. der Anfang der SMS bzw. der Kalendereintrag auf dem Display angezeigt.
            Leider sind weitere Benachrichtigungen von z.B. Whatsapp oder anderen Apps aktuell nicht möglich. Dies könnte jedoch durch zukünftige Softwareupdates ermöglicht werden.

             

            Fitbit App

            Die Fitbit App ist sozusagen das Verwaltungszentrum des Armbands. Über sie lässt sich das Armband konfigurieren sowie alle Statistiken genauestens und übersichtlich einsehen.
            Da die App unglaublich viele Statistiken und Features besitzt, möchte ich hier nur auf die in meinen Augen wichtigsten bzw. interessantesten eingehen.

            Pulsmessung

            Das Fitbit Alta misst konstant die Herzfrequenz des Nutzers. Das steht im Gegensatz zu vielen Fitness-Smartwatches wie z.B. die Samsung Gear Fit 2, welche die Herzfrequenz nur in einem festgelegten Intervall messen.
            Der Verlauf der Herzfrequenz kann in der Fitbit App sehr übersichtlich eingesehen werden. So kann man zum Beispiel aus der obigen Grafik erkennen, dass ich am Wochenende aktiver war als unter der Woche.

            Schritte

            Durch einen Bewegungssensor werden Schritte getrackt und ebenfalls in der App übersichtlich dargestellt. Durch den grünen Stern neben dem jeweiligen Tag wird markiert, ob das tägliche Schritte-Ziel erreicht wurde.

            Kalorienverbrauch

            Der menschliche Kalorienverbrauch setzt sich zusammen aus Grundumsatz + Leistungsumsatz. Der Grundumsatz wird durch Angaben zum Nutzer wie beispielsweise Geschlecht, Gewicht oder Größe berechnet. Diese können in der Fitbit App eingetragen werden. Den Leistungsumsatz berechnet die App durch die Herzfrequenz sowie die körperliche Bewegung über den Tag. Das funktioniert meiner Meinung nach sehr zuverlässig. Vergleicht man die Bilder erkennt man, dass an Tagen an denen ich mich viel bewegt habe auch mein Kalorienverbrauch entsprechend höher ist als an Tagen an denen ich mich weniger bewegt habe.

            Speziell der Verlauf meines Kalorienverbrauch war für mich sehr interessant zu verfolgen. Da ich aktuell etwas abspecken möchte konnte ich damit herausfinden wie viele Kalorien ich täglich zu mir nehmen darf um trotzdem abzunehmen.

            Schlafüberwachung

            Trägt man das Fitbit Alta über Nacht wird anhand der Herzfrequenz sowie den Bewegungen der Schlaf analysiert. Die verschiedenen Schlafphasen und was diese bedeuten werden in der Fitbit App grafisch dargestellt. Aus diesen Daten habe ich für mich persönlich keinen Nutzen erkennen können.

             

            Sporttracking
            Neben den oben genannten dauerhaft aufgezeichneten Statistiken können sportliche Aktivitäten mit der Fitbit App getrackt werden. Dazu muss über die App ein Training gestartet werden.

            Überwacht man beispielsweise seine Jogging Tour werden Daten wie Distanz, Dauer, Tempo oder Kalorienverbrauch gemessen und in der App dargestellt. Auch das hat in unserem Test sehr gut und zuverlässig funktioniert. Leider ist im Fitbit Armband selbst kein GPS Sensor verbaut, sodass das Smartphone ins Training mitgenommen werden muss.

             

            Akkulaufzeit

            Wie schon erwähnt habe ich das Fitbit Alta während meiner Testphase konstant getragen. Laden musste ich es dabei nur einmal pro Woche. Das ist in meinen Augen ein sehr guter Wert.
            Leider wird lediglich ein USB-Ladekabel mitgeliefert. Einen Steckdosenadapter muss man selbst besitzen, oder man lädt das Fitbit an einem USB Port. Außerdem ist das mitgelieferte Ladekabel nur ca. 40cm lang, sodass man das Fitbit nicht einmal auf den Nachttisch legen kann um es über die Steckdose zu laden.

             

            Fazit

            Das Fitbit Alta ist ein idealer Begleiter falls man seine allgemeine Fitness und sportliche Aktivitäten überwachen möchte. Die Fitbit App bietet sehr viele Features und man findet sich nach kurzer Einlernphase sehr gut zurecht. Dennoch gibt es ein Paar negative Aspekte wie die eingeschränkte Benachrichtigungsfunktion oder den fehlenden GPS Sensor. Diese sind vermutlich dadurch geschuldet, dass das Armband klein und leicht gehalten wurde. Alles in allem war ich während der Testphase sehr zufrieden mit dem Fitnesstracker und werde ihn auch weiterhin einsetzen.

             

            Vielen Dank an unseren Gastautor Lars. 🙂

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            • Birgit Suzii Wendel

              Das Display ist leider sehr empfindlich und kann einzeln nicht ausgetauscht werden. Bei normalem Gebrauch hat man schon nach ein paar Wochen Kratzer darauf. Grosses Manko! Für den Preis sollte das Display eine bessere Qualität haben.

              • Dem kann ich nur zustimmen. Ich besitze eine Fitbit Charge 2 mit demselben Display und es zerkratzt ebenfalls sehr schnell.