Nanoleaf Aurora – Smarte Lichtpanele ausprobiert

Angefangen hat es bei mir mit Nanoleaf auf dem MWC diesen Jahres in Barelona. Im Android Garten gab es einen Showcase zum Google Assistant und Google Home. Exemplarisch war ein kleines Zimmer mit diversen Smart Home Geräten eingerichtet. Philips Hue, Thermostate und so weiter. Doch ein Gerät kannte ich noch nicht. Das Lichtsystem Nanoleaf Aurora, welches ich nun endlich ausprobieren konnte.

Inhalt von Nanoleaf Aurora Rythm

Getestet habe ich nicht die normale Standard Version von Aurora sondern Aurora Rythm in welchem noch ein weiteres Modul enthalten ist. Dieses erkennt Musik und Geräusche, dazu aber später mehr. In der Verpackung enthalten sind folgende Komponenten:

  • 9 Lichtpanele
  • 1 Rythm-Modul
  • 9 Verbindungsstecker
  • 1 Controller
  • 1 Stromkabel
  • 28 Klebestreifen
  • 9 transparente Papiere

Damit liegt ein komplettes Rythm-Basisset vor, welches ohne weitere Komponenten verwendet und betrieben werden kann. Zusätzlich können noch sogenannte ‘Expansion Packs’ gekauft werden um die Lichtfläche um drei weitere Panele zu erweitern.

Aufbau und erste Einrichtung von Aurora

Das charmante an Nanoleaf Aurora ist die Modularität des Lichtsystems. Die Dreiecke können in einer beliebigen Form und Reihenfolge verknüpft werden um so der eigenen Kreativität Ausdruck zu verleihen. Weitere Module können ganz einfach integriert werden. An jeder Seite eines dreieckigen Lichtpanels gibt es einen Connector. Mithilfe der Verbindungsstecker kann man so zwei Dreiecke miteinander verknüpfen. Hat man selbst nicht so viel Kreativität ist auch das kein Problem. In der Anleitung nennt Nanoleaf zahlreiche Beispiele und Figuren die mit dem Basisset möglich sind.

Hat man sich erst einmal eine Anordnung überlegt ist der Aufbau eigentlich sehr einfach. Jedes Panel bekommt auf die Rückseite zwei bis drei 3M-Klebestreifen. Diese sind ausreichend stark um die Panele an der Tapete zu halten. Hoffentlich nicht zu stark, wenn man sie mal wieder entfernt…

Hängen die Lichtpanele an der Wand steckt man an einer beliebigen freien Stelle noch den Controller mit Netzteil und das Rythmus Modul an und ist mit dem physischen Aufbau schonmal fertig.

Nanoleaf App und Integration

Anschließend verbindet man Nanoleaf Aurora über die Nanoleaf-App mit dem heimischen WiFi. In der App können verschiedene Farb- und Rythmusszenen aktiviert und ausgewählt werden. Hier gibt es von Nanoleaf selbst eine handvoll vorgefertigter Szenen. Außerdem können neue Szenen über die App aus einer Art Store heruntergeladen werden. Diese sind dann von anderen Nanoleaf Aurora Nutzern erstellt worden und ich muss sagen, die besten Szenen findet man hier.

Außerdem gibt es auch noch die Möglichkeit selbst eine Lichtszene zu erstellen und diese mit einer eigenen Dynamik- oder Ryhtmus-Funktion zu versehen. Der Editor dazu ist sehr umfangreich aber trotzdem simpel und man kann den aktuellen Fortschritt direkt live an der Wand sehen und ändern.

Weiterhin verfügt Nanoleaf auch über eine breite Integration von Smart Home Assistenten und Schnittstellen. So ist Nanoleaf kompatibel mit IFTTT, Google Assistant, Amazon Alexa und auch Apple Siri/HomeKit.

Funktionsweise und Einsatzgebiete für Nanoleaf Aurora

Entweder über den verbauten Controller oder die App kann Aurora angeschaltet werden. Alternativ funktionieren auch noch diverse oben genannte Sprachassistenten und ein Zeitplan. Der Controller hat neben dem An-/Aus-Knopf noch einen weiteren Button zum durchschalten der gespeicherten Szenen.

Ist das Rythm-Modul an die Panele angeschlossen und eine entsprechende Szene aktiviert, reagieren die Lichtpanele auf Geräusche in der Umgebung. Vor allem in Kombination mit Musik wirkt das ziemlich schick. Im Rythmus wechselt Aurora dann die Farbe. Das Modul verfügt über ein eingebautes Mikrofon. Wenn dieses aktiviert ist, leuchtet das Rythmus-Modul blau. Alternativ kann man auch den 3,5 mm Klinkeanschluss verwenden um die Musik oder den Ton direkt in das Modul einzuspeisen. Gerade bei einer Party ist das praktisch damit Aurora nicht auf die Stimme der Gäste und die Hintergrundgeräusche reagiert.

Am besten eignen sich die smarten Lichtpanele für mich allerdings als Hintergrundbeleuchtung für einen PC Monitor oder einen Fernseher. Sozusagen als Ambientlight Alternative.

Fazit zu Nanoleaf Aurora

Für mich ist Nanoleaf ein echter Hingucker und darf in einem modernen Geek-Haushalt nicht fehlen. Von fast jedem Besucher werde ich auf die Lichtpanele und deren Design angesprochen. Mir gefällt auch, dass Aurora so eine Vielfalt digitaler Assistenten unterstützt und Schnittstellen zu anderen Programmen bietet. Das Gadget funktioniert zuverlässig und ist auch für Leute ohne großes technisches Knowhow einfach zu bedienen und einzurichten. Die Farben sind kräftig und ausreichend hell.  Selbst gegen Tageslicht ist Aurora ausreichend kräftig.

Lediglich zwei Dinge stören mich bei Aurora. Zum einen sieht das Stromkabel einfach extrem merkwürdig und billig aus und passt irgendwie nicht ganz zum ansonsten so hochwertigen Bild der Nanoleaf Aurora. Ein flaches Breitkabel hätte hier besser gepasst. Am besten wäre es natürlich, wenn man das Stromkabel irgenwie hinter der Wand oder einem Schrank verstecken könnte. Ansonsten hängt ein hässliches weißes Kabel an der Wand runter.

Der zweite und eigentlich viel größere Störfaktor von Aurora ist für mich der Preis. Die UVP von Nanoleaf Aurora mit Rythm Modul liegt bei 250 €. Ohne das Rythm Modul bekommt man des Starter Set für circa 180 € bei Amazon. Alles in allem also keine wirklich günstige Angelegenheit. Wenn man allerdings eine Idee und den passenden Platz hat, ist Nanoleaf Aurora momentan Alternativlos und somit auch das Geld wert.

 

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Nanoleaf für die Bereitstellung des Aurora Rythm Testgerätes.

Sebastian

Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Hauptberuflich arbeite ich bei einem IT Beratungshaus als Account Manager.

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