Anki OVERDRIVE: Fast and Furious Edition im Test

Weihnachten 2016 habe ich das erste Mal eine Anki OVERDRIVE bekommen und war vom Prinzip schon sehr fasziniert. Eine Carrera-Bahn im digitalen Zeitalter mit Smartphone-App, virtuellen Waffen, einer Kampagne und so weiter. Zur Promotion des Filmes Fast and Furious 8 hat Anki nun eine Fast and Furious Edition rausgebracht, die wir nun getestet haben.

Inhalt der Anki OVERDRIVE Fast & Furious Edition

Zunächst einmal ist zusagen, dass die Fast an Furious Edition (FFE) in diesem Sinne ein eigenständiges Set ist und auch als dieses unabhängig funktioniert. Man braucht zum Beispiel nicht das Anki Overdrive Starterset um die FFE zu nutzen. Allerdings sind beide voll untereinander kompatibel und können auch beliebig kombiniert werden, so wie wir es für unseren Test gemacht haben. Eines kann man auf jeden Fall sagen: Je größer die Strecke und je mehr Fahrer (max. 4) dabei sind, desto mehr Spaß macht es am Ende auch.

So jetzt aber zum eigentlichen Inhalt der Anki Overdrive FFE:

  • 2 x Autos aus Fast and Furious 8 (Ice Charger von Dom & MXT von Sergeant Hobbs)
  • 4 x Geraden (davon eine Power Zone)
  • 6 x Kurven (90 Grad)
  • 12 x Leitplanken
  • 2 x Stützpfeiler
  • 1 x Ladeeinheit für 4 Fahrzeuge
  • 1 x Reifenreiniger
  • 1 x Fast an Furious Plakat

Unterschiede zum Starter Kit erkennt man hier schon im Verpackungsinhalt. Neu ist zum Beispiel die Gerade mit der Power Zone und auch die praktischen Leitplanken die in meinem Starter Kit nicht enthalten waren. Dazu aber später mehr.

Aufbau und erste Einrichtung

Bei einer Carrera Bahn immer ein unglaubliches Gefummel und Gefrickel: Der Aufbau. Bei der Anki OVERDRIVE ganz einfach. Man muss lediglich die Schienen/Bahnstücke aneinander halten und diese verbinden sich mit den verbauten Magneten wie von selbst. Dank der Stützpfeiler kann man auch Brücken über andere Streckenabschnitte in die Bahn einbauen. Das Set enthält mit 10 Streckenteilen eine gute Basis mit der acht unterschiedliche Rennstrecken gebaut werden können. Diese kann man über einzelne Sets jederzeit erweitern.

Essentiell und zwingend notwendig um Anki Overdrive  zu spielen ist eine App. Für die FFE hat Anki extra eine neue App entwickelt und im AppStore und PlayStore bereit gestellt. Alles ist hier im Fast and Furious Style gehalten und über die App wird alles gesteuert. Unter anderem auch die K.I. wenn man im Einzelspieler Modus fährt, zum Beispiel in der Kampagne.

Bei der ersten Einrichtung bekommen die Fahrzeuge meist noch die aktuellste Firmware soweit eine neue vorhanden ist. Anschließend muss durch die Fahrzeuge noch die Strecke gescannt werden. Das ist ziemlich faszinierend. Die Fahrzeuge fahren nacheinander die Strecke ab und erstellen ein digitales Abbild auf dem Smartphone. So können sich die Fahrzeuge orientieren, vor allem auch untereinander, und können ihre exakte Position identifizieren. Das ist wichtig für die Rundenzeiten und auch wenn man auf gegnerische Fahrzeuge schießt.

Gesteuert wird übrigens, wie solls auch anders sein, über die App. Die Geschwindigkeit lässt sich über die Position des Gaspedals regeln, gelenkt werden muss in diesem Sinne eigentlich gar nicht. Durch das Kippen des Smartphones nach Links und Rechts kann lediglich die Spur auf der Bahn geändert werden um sich hinter einem Spieler zu Platzieren oder um auf der Ideallinie zu fahren. Außerdem gibt es noch einen „Feuer“-Button über den man die eigene Waffe bedienen kann.

Spielmodi in Anki OVERDRIVE

Anki bietet auch für die FFE eine Vielzahl an verschiedenen Spielmodi an. Getrennt sind diese in zwei Bereiche: Einzel- und Mehrspieler.

Dort stehen jeweils eine Kampagne gegen die Hauptfiguren aus Fast and Furious, wie zum Beispiel Dominic Toretto, Luke Hobbs, Letty & Co, verschiedene Open Play und Testmodi zur Verfügung. Vor allem die Kampagne ist sehr nett gemacht. Alles mit lizenzierten Produkten, den Original Stimmen der Schauspieler, den Autos aus dem Film und auch ein wenig der Story daraus.

Richtig spannend wird das Spiel dann aber mit vier Leuten gegeneinander im Open Play, wenn man King of the Hill, Time Trial oder einfach nur ein Battle Race fährt. Eine Mischung aus Mario Kart und Carrera Bahn mit viel Diskussion, Gefluche und allem was dazu gehört.

 

Langzeitspaß- und Motivation

Vor einem halben Jahr hätte ich noch gesagt, dass Anki OVERDRIVE keinen Langzeitspaß bringt. Mittlerweile hat sich meine Meinung diesbezüglich geändert. Es macht vor allem sehr viel aus, wie groß das Set ist (Streckenteile) und wie man diese kombinieren kann. Außerdem motiviert die Fast and Furious Kampagne mehr, da man die Figuren entsprechend kennt.

Zusätzlich kann man mit den eigenen Autos dann auch noch leveln. Höher Level schalten dann unterschiedliche Funktionen und Waffen frei, die dann gegenüber anderen Autos auch tatsächliche Vorteile bringen. Es lohnt sich also sich auf ein Auto zu fokussieren und dieses in der Werkstatt mit Credits auszurüsten und aufzubauen.

 

Fazit zu Anki OVERDRIVE Fast & Furious Edition

Schon Anki OVERDRIVE war ein sehr spannendes Gadget für digitale Nerds. Mit der FFE verändert sich wenig am Spielprinzip, allerdings verleiht das Fast and Furious Setting dem Spiel nochmal zusätzlichen Charme. Vor allem wenn die F&F-Charakter während des Rennes immer mal wieder einen Spruch loslassen.

Außerdem habe ich nun mit mehreren Sets gemerkt, dass das Ganze mit größeren Strecken und mehr Autos noch einmal deutlich mehr Spaß macht. Somit ist das Ganze zwar kein allzu günstiger Spaß mehr, eine Carrera Bahn war das früher allerdings auch nie. Die FFE von Anki OVERDRIVE ist also ein gelungenes Crossover aus Hollywood Blockbuster und Carrera Bahn aus dem Jahre 2017.

Die Anki OVERDRIVE Fast & Furious Edition gibt es für eine UVP von 199,00 € im Anki Store. Bei Amazon ist sie komischerweise noch nicht aufgetaucht, das dürfte aber auch nur noch eine Frage der Zeit sein.

 

Habt ihr schonmal ein Anki OVERDRIVE Set ausprobiert? Wie gefällt euch das Prinzip?

Sebastian

Sebastian

Autor und Gründer bei thedroidgeeks.de
Ich interessiere mich seit langer Zeit für Technik. Vor allem Smartphones und Tablets faszinieren mich. Ich mache leidenschaftlich gerne Fotos und Sport. Außerdem studiere ich zur Zeit Wirtschaftsinformatik.
Sebastian