Huawei Honor 6
299,99 €Pros
- - Hardware
- - Preis / Leistung
- - Kamera
- - Display
- - Akku
Cons
- - Software
- - Materialwahl
Vor einigen Wochen hatten wir das erste Smartphone der Huawei Tochterfirma Honor im Haus und konnten es ausführlich testen. Das Honor 6. Die neue Marke soll mit günstigen Preisen, herausragender Hardware und schickem Design den westlichen Smartphone Markt erobern.
“Honor 6. Nur für Mutige.” - Huawei Technologies
Design und Haptik
Das Design des Honor 6 gibt einiges her, ist allerdings nicht einmalig. Persönlich erinnert mich Design sehr an das des Sony Xperia Z2. Allerdings ist das Sony Xperia Z2 deutlich hochwertiger verarbeitet. Beide verfügen über einen “Alu Rahmen”. Beim Honor 6 besteht dieser leider nur aus Plastik. Dennoch verleiht er dem Honor 6 einen hochwertigen Look. Ebenso die Rückseite des Gerätes. Diese besteht ebenfalls aus Plastik, soll jedoch an Glas erinnern. Meiner Meinung nach ist hier die Verwendung von Plastik vorteilhaft, da die Rückseite bei einem Sprung nicht zu leicht zersplittert und außerdem noch eine Menge Gewicht gespart wird. Dennoch ist die Materialwahl insgesamt eher billig, was natürlich auch dem sehr geringen Preis geschuldet ist.
Trotzdem fühlt sich das Gerät in der Hand sehr gut an. Es gibt keine scharfen Kanten und die Größe ist sehr angenehm. So sind alle Hardware Tasten gut zu erreichen. Diese haben einen guten Druckpunkt und sitzen fest, haben also kein Spiel. Die Verarbeitung ist also ziemlich gut.
Hardware und Spezifikationen
Deutlich besser als die Materialwahl ist die verbaute Hardware. Huawei spendiert hier nur das Beste vom Besten und das zu einem unglaublichen Preis. Für ungefähr 300 € bekommt man ein 5 Zoll großes Display mit Full HD Auflösung, also 1.920 x 1.080 Pixeln. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von insgesamt 445 ppi. Dank der IPS Technologie des Panels werden alle Farben präzise, klar und kräftig dargestellt. Lediglich der sehr helle Schwarzwert des Displays störte mich ein wenig im Praxistest. Auch die Blickwinkel des Honor 6 sind wie gewohnt stabil.
Den Kern des Huawei Honor 6 bildet der hauseigene Kirin 920 Octa-Core Prozessor mit einer maximalen Taktrate von 1,3 GHz pro Kern. Durch diese eher niedrige Taktrate kann die CPU bei geringer Belastung sehr energiesparend betrieben werden. Unterstützt wird der Prozessor von 3 GB Arbeitsspeicher und 16 GB internem Speicher, der durch eine microSD Karte um 32 GB erweitert werden kann. Nach dem ersten Start und der Einrichtung verbleiben von den 16 GB Speicher noch ca. 11 GB unbenutzt. Mit einem 3.100 mAh Akku und der energiesparenden CPU hält das Honor 6 locker zwei Tage intensiver Benutzung durch.
Auch die Kamera des Smartphones ist in Ordnung. Mit einer Auflösung von 13 Megapixeln auf der Rückseite und 5 Megapixeln an der Front, sorgt das Honor 6 vor allem bei guten Lichtverhältnissen für gute Bilder. Bei schlechten Bedingungen habe ich die Kamera leider nicht getestet, dennoch sollte hier der Dual-LED Blitz für gute Unterstützung sorgen. Hier ein Beispielbild:
Benchmarks
Der Geekbench 3 testet die Rechenleistung der CPU eines jeden Smartphones. Hier wird deutlich, dass das Honor 6 mit der Single-Core Leistung nicht punkten kann. Dies macht allerdings die Multi-Core Leistung wieder wett. Mit 3.118 Punkten liegt das Honor 6 deutlich über Geräten wie dem Galaxy S5 und dem Nexus 5. Im Antutu Benchmark erreicht das Honor 6 mit 42.453 Punkten ein recht gutes Ergebnis. Zwar kommt es nicht an seinen stärksten Konkurrenten, das OnePlus One, heran, allerdings ist der Abstand auch nicht besonders groß. Punkte verliert das Honor 6, wie auch schon beim Geekbench 3, bei der Single-Thread Performance.
Software
Die Software des Honor 6 ist zur Zeit Android 4.4.2 mit der Emotion UI 2.3 Oberfläche. Sie läuft sehr flott und bietet eine gute Benutzererfahrung. Mir persönlich ist sie jedoch deutlich zu bunt und knallig und erinnert an ein iOS für Kinder. Außerdem bietet diese Hersteller ROM auch einige Nachteile. Beispielsweise gibt es keinen App Drawer und man muss, wie auch bei Apples iOS, alle Apps auf den verschiedenen Homescreens sortieren. So kann man App Icons auch nicht duplizieren um sie in zwei Ordnern zu speichern. Abhilfe schafft hier eventuell die Installation eines alternativen Launchers wie dem Google Now Launcher oder dem Nova Launcher.
Aber auch einige nützliche Features wurden hinzugefügt. So kann man beispielsweise direkt auf dem Homescreen, mit einem Swype von unten nach oben, eine kleine Schnellsteuerleiste aufrufen. Über diese kann man die Taschenlampe an und aus machen, Musik wiedergeben oder auch den Flugmodus aktivieren / deaktivieren.
Das Update auf Android Lollipop steht laut Huawei auch demnächst an. Noch Anfang diesen Jahres soll Android 5.0 mit Emotion UI 3.0 erscheinen. Ob dieses Versprechen gehalten werden kann, ist zweifelhaft. Huawei ist nicht gerade bekannt für das vorbildliche Updateverhalten.
Fazit
Das Honor 6 ist ein Smartphone, welches mir wirklich gut gefällt. Vor allem das wirklich gute Preis / Leistungsverhältnis, die gute Hardware und die hochwertige Verarbeitung könnten zu einem Preis von 299,99 € kaum besser sein. Auch das Display, der Akku und die Kamera gefallen mir sehr gut. Außerdem ist der Speicher des Smartphone durch eine microSD Karte flexibel erweiterbar. Allerdings könnte das Betriebssystem eleganter und erwachsener sein und die Materialwahl ein wenig hochwertiger.
Sebastian
Letzte Artikel von Sebastian (Alle anzeigen)
- Honor 6 - Erstes Smartphone der Huawei Tochter im Test - 5. Februar 2015
- Android One - Hinweise auf Android 5.1 zum Start in Indonesien - 4. Februar 2015
- Google - Entwickelt der Suchmaschinen Konzern einen Uber Konkurrent? - 3. Februar 2015




