Ich habe das Motorola Moto X (2nd Generation) erhalten und habe mich auch persönlich auf den Test gefreut, da das Gerät auch ein potentieller Nachfolger meines Nexus 4 war. Warum daraus nichts geworden ist, verrate ich euch hier.
“Purer Stil. Pure Peformance.” - Motorola Mobility
Design und Haptik
Mit dem neuen Moto X setzt Motorola seine Flagschiff Serie fort. Doch seit dem Motorola Moto X von 2013 hat sich einiges verändert. Auch in Sachen Design und Haptik. Die Rückseite besteht aus einer speziellen Polycarbonat Beschichtung. Diese fühlt sich kühl und hochwertig an, allerdings ist sie nicht sehr griffig und das Moto X wäre mir einige Male beinahe heruntergefallen, da es irgendwie sehr rutschig ist. Zum Glück ist das nicht passiert. Der Rahmen besteht aus Aluminium und setzt einen schicken und modernen Akzent.
Der Rücken ist gewölbt, so schmeichelt das Smartphone der Hand und liegt gut in selbiger. Außerdem ist auf der Rückseite das typische Motorola Logo in der Wölbung zu finden. Alle Knöpfe sind auf der rechten Seite des Gerätes angebracht und bequem mit einer Hand zu erreichen. Sie haben alle einen guten Druckpunkt und sitzen gut in ihrer Fassung. Die Lautstärkewippe hat eine glatte Oberseite, während der Powerbutton leicht geriffelt ist. So kann man ganz einfach den richtigen Knopf erfühlen.
Die Geräte Front wirkt sehr aufgeräumt und der große Bildschirm nimmt fast die komplette Vorderseite ein. Die Abstände zwischen Display Rand und Rahmen sind nur sehr gering, was extrem gut aussieht. Außerdem verleihen die beiden Lautsprecher der Front eine schicke Symmetrie.
Bereits das erste Motorola Moto X war sehr schick, doch Motorola schafft es beim neuen Moto X noch einmal eine Schippe drauf zu legen. Persönlich gefällt mir das Design sehr, sehr gut. Das Moto X (2nd Generation) ist für mich das best aussehende Smartphone dieses Jahr.
Hardware und Leistung
Zusätzlich zum schicken Design, kommt beim Motorola Moto X (2nd Generation) auch noch spitzen Hardware. Im Antutu Benchmark erreicht das neue Moto X mit 43.416 Punkte ein paar Punkte mehr als das HTC One M8. Dennoch liegt es fast 4.000 Punkte hinter dem OnePlus One (zum Test).
Dieses sehr gute Ergebnis verdankt das Moto X unter anderem einem Bärenstarken Qualcomm Snapdragon 801 Quad-Core Prozessor, welcher mit 2,5 GHz pro Kern taktet. Unterstützt wird dieser von insgesamt 2 GB RAM. Der interne Speicher beträgt wahlweise 16 oder 32 GB. Die 32 GB Variante ist zur Zeit nur über den Moto Maker verfügbar.
Leider nur durchschnittlich ist der Bildschirm des Moto X (2nd Generation). Das 5,2 Zoll große Display löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf, was eine Pixeldichte von 423 ppi ergibt. Motorola setzt bei seinem Bildschirm auf die AMOLED Technologie. Dadurch werden knackige Farben und Funktionen wie Active Display ermöglicht. Dazu jedoch später mehr. Geschützt wird die Anzeige von Corning Gorilla Glass 3, welches angeblich kratzfest ist. Bei Sonneneinstrahlung spiegelt das Display sehr und ist nur schwer abzulesen. Das ist sehr schade, da mir der Bildschirm sonst ganz gut gefällt.
Der Akku umfasst 2.300 mAh, was nicht mehr der aktuelle Stand der Technik ist. Geräte wie das OnePlus One, das LG G3 und das neue Nexus 6 haben alle einen Akku mit mehr als 3.000 mAh. Das sieht man auch in der Akkulaufzeit. Im Schnitt hielt das Smartphone gerade einmal 8 - 9 Stunden. Mittelmaß. Somit übersteht das Moto X gerade so einen Arbeitstag.
Für Verbindungen zu anderen Geräten kann NFC, Bluetooth 4.0, Wi-Fi 802.11 a/g/b/n/ac und 4G LTE genutzt werden.
Auch eher durchschnittlich sind die beiden Kameras des Motorola Moto X. Die Werte sind zwar ganz in Ordnung, aber die Qualität der Bilder lässt häufig zu wünschen übrig und ist dann eher schlecht. Die Kamera des Moto X hat große Probleme mit dem Auto Fokus, deshalb werden viele Bilder komplett unscharf. Hier muss Motorola dringend handeln und ein Software Update anbieten, falls dies durch einen Software Bug verursacht wird. Hier ein paar scharfe Beispielbilder:
Software
Auf dem Motorola Moto X (2nd Generation) läuft Android 4.4.4 KitKat im Auslieferungszustand. Motorola hat wieder einmal nur wenige, aber sinnvolle Anpassungen durchgeführt. Verwendet wird standardmäßig der Google Now Launcher, So hat man das Nexus Feeling direkt von Anfang an auch auf dem Moto X. Hinzugefügt wurden lediglich einige Apps von Motorola. Das Zentrum spielt dabei die App “Moto”. Die App soll die zentrale Steuerung des Moto X darstellen. Hier kann man das Gerät beispielsweise für ein Meeting, die nächsten Stunden komplett muten, also stumm schalten. Außerdem reagiert “Moto” auch auf Sprachbefehle und stellt eine Alternative zu Google Now dar. Man kann “Moto” ein Keyword beibringen, von Haus aus kann man das Moto X mit “Hey, Moto X” ansprechen. Allerdings geht auch jeder andere Spruch. Anschließend kann man dem Smartphone seine Befehle mitteilen. Das ganze Konzept ist überlegt und funktioniert auch wirklich gut.
“Moto” ermöglicht aber noch mehr. Wenn man angerufen wird und nicht gestört werden möchte, kann man den Anruf mit einer Handbewegung über den Bewegungssensor abweisen. Auch fügt die App einen Kamera Shortcut hinzu. Um diesen zu benutzen, muss man das Gerät zweimal kurz schütteln und die Kamera App geht auf.
Ein weiteres Software Feature ist Active Display. Dadurch werden Benachrichtigungen auf dem eigentlich ausgeschalteten Display angezeigt. Das Feature ist, dank des verbauten AMOLED Displays, keine große Belastung für den Akku. Diese Funktion soll nun auch im neuen Motorola Nexus 6 (zum Artikel) verbaut sein. Insgesamt ist das mitgelieferte Softwarepaket optimal und bietet sinnvolle Funktionen.
Fazit
Wie schon bei der Moto 360 (zum Test) ist das Fazit zum neuen Moto X nicht ganz eindeutig. Motorola verbaut in seinem neuen Flagschiff wirklich starke Hardware, spart aber an der Akkukapazität. Außerdem scheint die Kamera Software noch nicht ganz rund zu laufen. Bekommt Motorola diese beiden Probleme noch in den Griff, also via Software Updates, dann ist das Moto X ein 1A Smartphone. Allerdings würde ich mit einem Kauf warten, bis sich Motorola zu diesen Problemen äußert und die weitere Vorgehensweise verkündet.
Wer dennoch nicht warten möchte, kann jetzt schon bei Amazon zu schlagen. Hier ist das Gerät für 499 € in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich. Weitere Varianten gibt es exklusiv über den Moto Maker.
- Motorola Moto X (2nd Generation) in Schwarz mit 16 GB Speicher
- Motorola Moto X (2nd Generation) in Weiß mit 16 GB Speicher
Falls ihr wissen wollt, wie der Vorgänger abgeschnitten hat, dann schaut doch auch mal hier vorbei:
Das Motorola Moto X (2nd Generation) erhält im thedroidgeeks.de Ranking durchschnittlich 3,57 von insgesamt 5 möglichen Punkten.
Sebastian
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