ZTE Blade V7 im Test
Johannes
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Wir hatten das neue Vereinssmartphone von Borussia Mönchengladbach einige Wochen im Alltagstest. Wie das günstige Chinaphone, welches ab Juni im Verkauf erhältlich sein wird, abschneidet erfahrt ihr hier.
Unboxing und Haptik
Hier findet Ihr das Unboxing-Video von uns, falls Ihr die snoch nicht gesehen habt.
In der Packung befindet sich ein USB Kabel und ein Steckdosenadapter, ein Paar Kopfhörer und natürlich ein Simtool.
Die Vorderseite des Smartphones erinnert stark an die des iPhone 6(s), wenn gleich das Blade V7 doch etwas größer ist. Das Display ist sehr angenehm abgerundet und verleiht dem Gerät wirklich sehr viel Eleganz. Anstatt eines Homebuttons befindet sich hier ein kleiner weißer Kreis der sich als Softkey Homebutton benutzen lässt. Links und rechts davon befinden sich je eine weitere Schaltfläche für „Zurück“ und „Zuletzt geöffnet“. Diese werden allerdings erst sichtbar bei Betätigung, dann scheinen sie blau.
Die Rückseite erinnert wiederum etwas an das aktuelle Flaggschiff von HTC, das HTC 10. Die wenige Millimeter herausstehende Kamera befindet sich mittig, darunter der Dualtone LED-Blitz. Das Gehäuse besteht an dieser Stelle aus Alumium, welches aber oben und unten durch eine Plastikabdeckung mit Alu-Look abgelöst wird.
Bei meinem Exemplar befindet sich auf der Rückseite zusätzlich das Gladbach-Logo, im Verkauf ist dies dann nicht vorhanden. Die Knöpfe haben einen wirklich sehr hochwertig-wirkenden Druckpunkt und bestehen auch aus Aluminium. An der Gehäuseunterseite befindet sich der Mikro-USB-Slot (der irgendwie ein bisschen nach einem Typ-C-Slot aussieht), dann noch der krächzende Lautsprecher und das Mikrophon zum telefonieren.
Leider wackelt der Speicher-und SIM-Kartenslot etwas, so das man in einer ruhigen Umgebung öfters mal ein klackern hört:
Alles in allem liegt das Gerät mit dem 5,2 Zoll Bildschirm aber sehr sehr gut in der Hand und macht einen super Eindruck. Doch ein Handy soll natürlich nicht nur gut aussehen.
Kamera
Vielen Leuten ist die Kamera natürlich sehr wichtig. Ich würde sogar sagen, dass die meisten gar keine andere Kamera mehr verwenden. Ich will hier gar nicht viel Text und Worte darüber verlieren, hier findet ihr eine Auswahl an Bildern die ich mit dem Blade V7 geschossen habe, die Hauptkamera mit den 13 Megapixeln hat mich ziemlich überzeugt. Die Frontkamera hat leider nur 5 MP, somit sind diese meist etwas schlecht aufgelöst und wirken etwas „krisselig“. Aber schaut am besten einfach selbst.
[Link zu allen Bildern]
Auch die Kamera Software finde ich gelungen. Relativ simpel aufgebaut und doch recht viele Einstellmöglichkeiten. Ein Grusel Beauty-Mode ist mit an Bord, sowie einige Filter. Auch der HDR-Mode löst sehr schnell aus und macht top Fotos.
Software
Meine Gebete wurden beinahe erhört! 😉 Auf dem Handy befindet sich die Android Version 6.0 Marshmallow. Und zwar mit nahezu Stock-Android. Allein der Launcher wurde von ZTE angepasst (nur der Launcher, nicht die Icons) , einfach den Google Now Launcher installiert (was ich übrigens noch direkt auf dem Event gemacht habe) und ihr habt eine wirklich schick zu bedienende Software. Zusätzlich wurden noch einige Features hinzugefügt, beispielsweise eine „Alle Schließen“ Schaltfläche im „Zuletzt Geöffnet“ Menü. Auch ein paar Quicksettings wurden hinzugefügt, beispielsweise gibt es einen Punkt „Datenverbrauch“ wo man diesen eben einsehen kann und einen Punkt, bei dem man diese an und ausschalten kann.
Mein größter Kritikpunkt hier, sind die vorinstallierten Apps. Dazu gehören unter anderem Facebook, Instagram und der Facebook Messenger. Diese sind leider nicht deinstallierbar. In den Einstellungen deaktivieren geht natürlich, ist aber leider nicht das gleiche. Schade!
Zusätzlich hatten einige Apps immer wieder seltsame Fehlfunktionen und Abstürze die nur durch eine Neuinstallation der jeweiligen App behoben werden konnte. Beispielsweise die Twitter App stürzte immer ab bei Klick auf einen Post mit Bild. Das kam sogar auch nach einer Neuinstallation nochmal vor. Eventuell wird ja hier noch bis zum Deutschlandrelease des Handys nachgebessert.
Hardware
Das ZTE Blade V7 läuft schnell und flüssig, für 250 € ist das wirklich Top. Natürlich gibt es auch einige kleinere „Abers“. Die 2GB RAM und der Verbaute MediaTek Prozessor mit acht Kernen reichen recht gut aus, manchmal gibt es kleinere Hänger wenn zu viele Apps offen sind. Ein paar mal hatte ich auch „riesige“ Ausfälle, bei denen dann 20 Sekunden einfach mal nichts ging. Probleme konnte ich auch bei Bluetooth und Wifi Verbindung feststellen. Meine Smartwatch hat sich immer wieder trotz geringer Entfernung einfach disconnected. Bei WLAN Verbindung bricht die Verbindung gefühlt öfters ab als bei anderen Geräten. Das macht sich dann bemerkbar, wenn WhatsApp Nachrichten o.ä. nicht verschickt werden, trotz eigentlich Aktiver Verbindung. Braucht dann meistens einfach einige Sekunden bis es wieder tut.
Der interne Speicher des Handys beläuft sich auf 16 GB, davon stehen euch knapp 11 GB für Apps und Bilder und co. zur Verfügung. Erweiterbar ist dieser durch eine Mikro-SD-Karte, deren Slot alternativ auch für eine zweite Micro-SIM genutzt werden kann.
Das FullHD Display hat es mir wirklich angetan. Sehr schöne Farben, ein hoher Kontrast und hell leuchtet es auch. Auch bei verschiedenen Blickwinkeln ändern sich die Farben nicht.
Der Akku hat eine Kapazität von 2500 mAh und ist somit sogar etwas unter dem Level des Galaxy S6, welches 2550 mAh hatte. Das Akkumanagement von ZTE ist aber wirklich Klasse, somit kam ich auf Screen-On-Zeiten von bis zu knapp 4 Stunden. Ein normalen Arbeitstag kann das Handy also wirklich mühelos überleben. Was ich allerdings vermisst habe ist natürlich Quickcharge, wie man es von aktuellen Flaggschiffen wie des S6/S7 und ähnlichen gewohnt ist. Der Akku braucht somit recht lange bis er wieder voll ist.
Einen Fingerabdrucksensor ist im Blade V7 nicht verbaut. Das ist äußerst schade da der kleine Bruder, das V7 Lite, einen besitzt. Auch NFC wurde nicht verbaut, das kann man meiner Meinung nach aber verkraften, solange man noch nicht mit dem Handy bezahlen kann.
Fazit
Die UVP des Handys beträgt 249€. Für diesen Preis bekommt man ein ordentliches bis sehr gutes Handy, welches an manchen Stellen einige Schwachpunkte hat. Ich denke, die meisten werden jedoch mit diesen zurecht kommen. Auch mit dem Design muss man leben, ich wurde mehrmals darauf angesprochen, warum ich, als bekennender Android Fanboy, mir ein iPhone gekauft habe.
Momentan befindet sich das Huawei P9 lite auch bei uns im Test, welches mit seinen 299€ UVP in direkter Konkurrenz mit dem Blade V7 steht. Hier wird es vermutlich einen Vergleich für euch geben.
Habt ihr noch Fragen zu dem Gerät? Wollt Ihr spezielle Punkte mit dem P9 Lite besonders verglichen haben? Lasst doch mal einen Kommentar dazu da.


