LG Nexus 5X im Test

Nexus 5X

Euro349,00
Nexus 5X
8.2

Design

7/10

    Display

    9/10

      Hardware

      9/10

        Software

        10/10

          Akku

          6/10

            Pros

            • - Gute Kamera
            • - Super Perfomance
            • - Schneller und präziser Fingerabdrucksensor

            Cons

            • - Geringe Akkulaufzeit
            • - Großer Rand
            • - Wenig Speicher
            Johannes

            Johannes

            Aktuell bin ich Student der technischen Kybernetik. Ich finde alle Technik toll, besonders wenn sie was mit humanoiden Robotern zu tun hat. Besonders interessiert bin ich an Smartwatches. Wenn ich nicht gerade blogge oder studiere bin ich häufig auch am programmieren - natürlich nur für Android!
            Johannes

            IMG_9304Das LG Nexus 5 war ein beliebtes und tolles Smartphone. Das Nexus 5X, welches ebenfalls von LG produziert wird, versucht an diesen Erfolg von 2013 anzuknüpfen. Ob Google und LG das gelungen ist, erfahrt ihr hier im Testbericht.

            Design und erster Eindruck

            Ich packte das Nexus 5X, aus der minimalistische Verpackung aus und dachte mir direkt, wow ist das leicht. Das Gewicht ist mit 136 Gramm zwar nur knapp 10 Gramm leichter als das iPhone 6s, ist aber auch etwas größer. Das war kurz unangenehm, weil ich bisher (vor allem durch das Nexus 6) viel schwerere Handys gewohnt bin. Naja man merkt eben direkt, dass das Handy nur aus Plastik besteht, es ist aber komplett sauber verarbeitet und lässt somit keine großen Wünsche offen. Auf den Bildern sah man außerdem immer deutlich, dass die Kamera hervor steht, das Ganze ist aber nicht so tragisch wie zuerst angenommen. Der große Display-Rahmen hat mich zu Beginn sehr gestört, daran gewöhnt man sich allerdings sehr schnell. Auch die sehr flüssig laufende Software überzeugte mich schnell.

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            Die Packungsinhalt überzeugte mich allerdings wenig, bis gar nicht. Man bekommt hier einen Steckdosenadapter zu USB Typ C und ein Kabel USB Typ C zu USB Typ C. Das Ladegerät und das Kabel sind also nur aufeinander zugeschnitten.

            Am ersten Abend, ging das Licht dann im Flur aus und ich musste die Taschenlampe/den Blitz des 5X benutzen. Beinahe habe ich mich sogar erschrocken so andersfarben ist der Blitz. Alle anderen Handys hatten immer bisher dieses bläuchlich weiße, grelle LED, das Nexus 5X hingegen hat einen sehr sehr schönen natürlichen Blitz. Das wirkt sich auch auf die Bilder aus, dazu aber später mehr.

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            Links das Nexus 6 rechts das 5x mit „gelbem“ Blitz

            Der Alltagstest

            Seht es mir ein wenig nach, wenn ich etwas zu oft vergleiche mit dem Nexus 6 ziehe, ich habe mich damals zwischen den beiden Handys entschieden, da sie in einer ähnlichen Preisklasse liegen und, meiner Meinung nach, für die Leute die sich ein einigermaßen aktuelles und preisneutrales Nexus Gerät zulegen wollen, doch gut vergleichbar sind.

            Wie oben bereits erwähnt ist das Smartphone durch das reine Plastik wirklich äußerst leicht. Ansonsten fühlt sich alles super an, der Fingerabdrucksensor lässt sich gut erreichen, lediglich das Display könnte für die Gerätegröße etwas mehr als 5,2 Zoll haben, dann wäre der Rand auf der Vorderseite nicht so groß, was aber nach einer Weile nicht mehr auffällt und somit auch eigentlich nicht großartig stört. Wie bei Nexus Geräten üblich, sind die Tasten für „Home“, „Zurück“ und „Letzte Apps“ softwareseitig integriert. Die Lautstärkewippe und die An/Aus Taste befindet sich auf der rechten Gehäuseseite und sind angenehm zu erreichen und zu unterscheiden. Super finde ich auch, dass der Klinkenstecker unten am Gehäuse angebracht ist. Ich hab nämlich mein Handy im Normalfall kopfüber in der Hosentasche und dann muss man sich nicht zwanghaft umgewöhnen.

            Leider gibt es nur einen Mono-Lautsprecher, der wirklich unterirdisch schlecht ist. Vielleicht bin ich da ja auch durch mein Nexus 6 zu verwöhnt aber nicht mal Arcadespiele lassen sich mit Sound spielen ohne das man den nervtötenden schlechten Sound einfach ausmachen will.

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            Kamera

            Die Kamera hingegen ist wirklich super.  Mit der Standart Foto App hat man zwar nicht viele Einstellmöglichkeiten, aber mit dem Handy will man ja eigentlich lediglich abdrücken und ein schönes Bild bekommen. Ich hatte HDR+ meistens aktiviert, hier braucht das Auslösen zwar circa eine Sekunde, die Bilder werden aber eigentlich bei allen Lichtverhältnissen super. Vor allem der „natürlich weiße“ Blitz sorgt auch dafür, das Aufnahmen nicht ganz so fehlbelichtet aussehen wie bei anderen Handys. Vor allem läuft die Kamera App viel flüssiger als beispielsweise dem Nexus 6. Ein nettes Feature, welches mit Marshmallow hinzugefügt wurde, ist der Doppelklick auf die An/Aus Taste, bei dem binnen kürzester Zeit die Kamera einsatzbereit ist.

            Fingerprint Sensor (Nexus Imprint)

            Zum Fingerabdrucksensor finde ich nur ein passendes Wort. Wow! Ob ich jetzt die An-Taste drücke oder meinen Finger scannen lasse, macht für mich zeitlich absolut keinen Unterschied. Das iPhone 6 kann einpacken, das 6s wird wohl auf einem ähnlichen Niveau liegen. Die Erkennungsrate lag bei mir wirklich bei 100%. Wenn er nicht erkannt wurde dann lag das daran, das ein falscher Finger drauf lag. Ihr könnt bis zu fünf  verschiedene Finger hinzufügen. Einziger Nachteil ist, dass der Sensor auf der Gehäuserückseite liegt und nicht erreicht werden kann, wenn das Handy flach auf dem Tisch liegt. Von der Integration des Fingerabdrucksensors in Android 6 habe ich nicht sonderlich viel mitbekommen, außer das man für App-Käufe kein Passwort mehr braucht, hier gebe ich allerdings doch noch lieber eines ein. Normalerweise kaufe ich nämlich eher selten Dinge im Play Store.

            Akku und USB Typ C

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            Ein Punkt mit dem die Nexusgeräte 5X und 6P beworben werden ist der USB Type C Port. Schnelle Datenübertragung, reversibler Stecker und änliches sind hier die Vorteile. Erst mal der Große Nachteil. Es ist ein anderer Stecker. Ihr könnt kein anderes Ladegerät verwenden, denn es ist ein anderer Stecker. Ihr seid unterwegs, euer Handy ist leer und das bleibt es dann auch.

            IMG_9329 (2)Ihr könnt ja nicht einmal ohne ein zusätzliches Kabel zu bestellen, eure normale Powerbank nutzen. Am besten Ihr überlegt einfach ob Ihr ganz sicher mit einer Akkuladung und nur einem Ladegerät zurecht kommt. Dann ist das ganze super. Ansonsten ist es für USB Type C einfach noch zu früh. Trotzdem scheint der Stecker qualitativ deutlich hochwertiger als der Micro USB Stecker zu sein. Er ist nach außen hin komplett glatt und sieht somit schon fast schön aus (wenn ein Stecker schön aussehen darf 😉 ). Man kann Handys mit USB C und Marshmallow sogar als Powerbank verwenden, hab ich aber mangels passender Kabel nicht probiert, ist ehrlich gesagt mit so einem kleinen Akku aber wirklich Schwachsinn.

            Die Akkulaufzeit ist – auch wieder im Vergleich zum Nexus 6 – eine Katastrophe. ich kam immer grob auf knapp 2,5 Stunden Screen On Time, das ist mir definitiv zu wenig. Wenn ihr mit geringeren Akkulaufzeiten zurecht kommt, gut, aber erwartet auf gar keinen Fall irgendeine Glanzleistung.

            Software

            Die Software mag ich einfach. Ich finde es super, gegenüber anderen Android Geräten, das hier wirklich alles einheitlich und abgeschlossen wirkt. Die Software läuft wie geschmiert, trotz der „nur“ 2 GB Arbeitsspeicher. Allein in spielen merkt man, dass die Framerate etwas hinterherhängt und Graphiken werden nicht so sauber Anti-Aliasiert, wodurch die Spiele etwas niedrigauflösend wirken. (Gespielt wurde Horizon Chase und Star Wars: Galaxy of Heroes). Wer aber auf Ultra-Highend Gaming Performance nichts gibt, wird mit dem Nexus 5X definitv glücklich.

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            Fazit zum Nexus 5X

            Das Nexus 5X ist im Moment mit 32GB um die 400€ zu bekommen. Für diesen Preis bekommt Ihr ein wirklich solides Allround-Smartphone. Wem große Displays nichts ausmachen, rate ich auch das Nexus 6 in betracht zu ziehen, das es gerade für 310€ bei Motorola zu kaufen gibt (zum Artikel). Ansonsten kann man gerade mit Nexus Geräten kaum etwas falsch machen, schnelle Updates, stabile Software und gute Hardware sind euch hier sicher.

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